
Ausgabe
02/2025
Sehr geehrte Damen und Herren,
willkommen zur zweiten Ausgabe von „SELFi“, unserem landesweiten Newsletter zur Selbsthilfe in Rheinland-Pfalz. In dieser Ausgabe erzählt Barbara, wie sie sich aus einer toxischen Beziehung mit psychischer Gewalt befreite und wie ihr die Selbsthilfegruppe „Zurückzumirfinden“ dabei half. Udo Hoffmann, Beauftragter des Vorstandes der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, beantwortet fünf Fragen. Zudem informieren wir über bevorstehende und vergangene Veranstaltungen sowie über neue Gruppen in Rheinland-Pfalz, die noch Mitglieder suchen.
In „SELFi“ begegnen Sie Menschen, die sich in Selbsthilfegruppen engagieren.
Sie erfahren mehr über unsere Arbeit in den Selbsthilfekontaktstellen und die Wirkung der Selbsthilfe.
„SELFi“ erscheint viermal jährlich. Wir danken der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland –
Die Gesundheitskasse für die Unterstützung dieses Projekts.
Viel Freude beim Lesen.
Herzliche Grüße

Andreas Schleimer
Sprecher der
Selbsthilfe Rheinland-Pfalz

Elfi-Gül Hollweck
Co-Sprecherin der
Selbsthilfe Rheinland-Pfalz

Selbsthilfe: Frauen brechen aus toxischen Beziehungen aus
Nach 30 Jahren toxischer Beziehung findet Barbara endlich den Mut, sich zu befreien und gründet eine Selbsthilfegruppe für Frauen in ähnlichen Situationen. Gemeinsam entwickeln sie Strategien, um zurück zu sich selbst zu finden.
Barbara, 59, begegnete ihrem Mann beim Basketball. „Ein großartiger Kerl“, erinnert sich die Diplom-Biologin. Er überschüttete sie mit Komplimenten und versicherte ihr immer wieder, dass sie die Einzige sei, die er je geliebt habe. Regelmäßig brachte er ihr Blumen. Doch das Gefühl, im siebten Himmel zu schweben, war von Anfang an getrübt: durch seine Eifersucht.
„Mit dem Wissen von heute hätte ich die Beziehung damals beenden müssen“, sagt Barbara. Doch sie blieb 30 Jahre lang – mit kleinen Unterbrechungen. Erst die fünfte Trennung war endgültig. Sie gesteht, dass sie noch viel Kontakt zu ihm hat. „Wir haben noch einen Hund zusammen, finanzielle Verstrickungen, und er wohnt in meinem Eigentum“, erklärt sie.
Was war geschehen: Er manipulierte sie, entfremdete sie von ihrer Familie, bis sie den Kontakt abbrach. Auch behauptete er ständig, „deine Kollegen können dich nicht leiden“. Schließlich glaubte sie selbst, ihre Familie wolle nichts mehr von ihr wissen und dass die Kollegen es nicht gut mit ihr meinten.
Auch im Bett bestimmte er, was geschah: „Es ging nur um ihn, so oft er wollte, wann und wie er wollte. Meine Bedürfnisse spielten keine Rolle“, sagt Barbara. Noch heute behauptet er, die zwei Minuten würden ihr doch nicht wehtun. „Er sieht mich als Sexmaschine, die er benutzen kann“, sagt sie. „Das ist typisch für Narzissten, ihnen fehlt jegliche Empathie.“ Wenn sie von ihm spricht, sagt sie oft er sei ein Narzisst, also jemand in dessen Leben es nur um ihn selbst geht.
Sogar die Verantwortung für sein Handeln schob er ihr zu. „Ich war an allem schuld, auch daran, dass er zu viel Wodka trank. ‚Du bist schuld, dass ich das mache‘, hat er oft gesagt. “ Narzissmus sei oft mit einer Sucht gepaart.
Viermal trennte sie sich, viermal kehrte sie zu ihm zurück. Beim fünften Mal schaffte sie es. Die Trennung liegt gut ein Jahr zurück. Es klingt entschuldigend, wenn sie sagt, dass die meisten Betroffenen sich meist siebenmal trennen, bevor sie endgültig wegbleiben.
Seit der letzten Trennung hat sie ein Mantra: „Du darfst nicht zurückgehen! “ Sie suchte nach Unterstützung. „Was kann ich tun, damit ich nicht auf dumme Gedanken komme? “ Sie dachte nach und kam zu dem Schluss, dass Menschen, die das Gleiche durchlebt haben, sie wohl am besten verstehen und unterstützen könnten. Sie ließ sich bei einem Frauennotruf beraten und suchte nach einer entsprechenden Selbsthilfegruppe. Fehlanzeige. Und nun?
„Dann gründe ich eine“, dachte Barbara und wandte sich an die Selbsthilfe-Kontaktstelle in Mainz. Dort half man ihr, unter anderem Frauen zu finden, die ebenfalls in toxischen Beziehungen mit psychischer Gewalterfahrung sind oder waren. Sie fand einen Raum bei der katholischen Familienbildungsstätte in Simmern. „Sie fanden meine Idee toll“, sagt Barbara. Das erste Treffen fand im November vergangenen Jahres statt.
Seitdem trifft sich die Gruppe jeden zweiten und vierten Montag. „In einem sicheren Raum erzählen wir uns gegenseitig, was vorgefallen ist, und entwickeln gemeinsam Strategien, um mit dem narzisstischen Verhalten umgehen zu können, egal ob man noch in einer Beziehung mit dem Narzissten steckt oder den Absprung schon geschafft hat“, erklärt Barbara. „Wir wollen wieder zu uns selbst finden.“ Deshalb trägt die Selbsthilfegruppe den Titel „Zurück zu mir – Frauen in/nach toxischen Beziehungen mit psychischer Gewalterfahrung“.
Sie sagt, es tue gut, mit anderen zu reden und die Erfahrungen zu teilen und zu sehen, dass sie mit dem Problem nicht allein ist. Barbara hat auch Verständnis für Frauen, die nicht aus der Beziehung aussteigen können, etwa weil sie wirtschaftlich komplett abhängig sind.
Für sie ist es keine Option mehr, zu ihrem Mann zurückzukehren. Emotional sei sie mittlerweile zu weit weg. Sie schwärmt davon, wie schön es ist, allein zu leben, ohne Stress. „Ich fühle mich frei, ich habe nochmal angefangen zu leben.“ Sie macht auch Dinge, die ihr Mann abgelehnt hat, so etwa nimmt sie Reitunterricht und sie baut sich neue soziale Kontakte auf. Auch zu ihrer Familie hat sie wieder Kontakt. Manchmal klopfe sie sich auf die Schultern, sagt sie.
Woran erkennt man, ob man in einer toxischen Beziehung lebt? Barbara nennt drei wichtige Merkmale. „Daran, dass man ständig kontrolliert wird, an allem schuld ist und die eigenen Bedürfnisse ignoriert werden.“
Die Selbsthilfegruppe trifft sich jeden zweiten und vierten Montag im Monat ab 18 Uhr in der Katholischen Familienbildungsstätte in Simmern e.V., Aulergasse 8.
Aktuell sucht die Selbsthilfegruppe „Zurück zu mir – Frauen in/nach toxischen Beziehungen mit psychischer Gewalterfahrung“ noch weitere Betroffene.
„Wir sind eine Gruppe von fünf bis sechs Frauen, aber noch nicht stabil“, sagt Barbara.
Sie ist unter zurueckzumirfinden@gmail.com und unter der Telefonnummer 0170 679 4461 zu erreichen.

News aus der Selbsthilfe



Fortbildungen für Gruppenleiter:innen:
Ein Schritt zu einem harmonischeren Miteinander
Wie leite ich eigentlich eine Selbsthilfegruppe? Die Fortbildungen der SEKIS beantworten diese Frage. Im Programm des zweiten Halbjahrs stehen Achtsamkeit, Konflikte, Nein-Sagen und Datenschutz im Fokus.


Seelische Gesundheit im Blick 2025 – Das zweite Halbjahr
Bei uns können Sie sich zu verschiedenen Themen weiterbilden. Es geht um den Umgang mit Zukunftsangst, Depression und Angst, um Lieder, die von Sucht erzählen, um Coping und Gedächtnistraining, und um das Hinfallen, Aufstehen und Weitermachen. Die Workshops, Vorträge und Lesungen richten sich an alle Interessierten, unabhängig von einer Mitgliedschaft in einer Selbsthilfegruppe.


Schulung für Selbsthilfegruppen im Beratungsgebiet der WeKISS, KISS Mainz und KISS Pfalz.
Wegen der vielen Anmeldungen zur Datenschutzschulung bieten wir einen zusätzlichen Termin an: Donnerstag, 14. August 2025. Diese Schulung vermittelt Datenschutz praxisnah, verständlich und alltagstauglich.


Datenschutz Ojé?- Datenschutz Olé!






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Udo Hoffmann Beauftragter des Vorstandes bei der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland. Foto: ©honkphoto.de
Fünf Fragen an…
UDO HOFFMANN
Lieber Herr Hoffmann, Sie sind Beauftragter des Vorstandes bei der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland. Welche Aufgaben übernehmen Sie dort genau?
Als Beauftragter des Vorstandes bin ich in der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland für die Bereiche Markt, Versicherung/Beiträge sowie Pflege und Demografie verantwortlich. Als größte Gesundheitskasse in Rheinland-Pfalz und dem Saarland betreuen wir rund 1,2 Millionen Versicherte. Ihre Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt, und wir wollen für jede Lebensphase maßgeschneiderte Lösungen anbieten. Dazu zählt auch die Prävention, zu der die Selbsthilfe zählt.
Wann und in welchem Zusammenhang haben Sie erstmals von Selbsthilfegruppen erfahren?
Vom Thema Selbsthilfe habe ich erstmals in den 90er-Jahren während meiner Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten bei der AOK Rheinland-Pfalz erfahren. Besser gesagt bin ich mit dem Thema aktiv in Berührung gekommen, als es in meinem familiären Umfeld eine Erkrankung gab, bei dem die Selbsthilfe mich aktiv und erfolgreich unterstützt hat.
Welche Rolle spielen Selbsthilfegruppen Ihrer Meinung nach aktuell im Gesundheitswesen?
Insgesamt sehe ich sie weiterhin als eine bedeutende Säule im Gesundheitswesen, die sowohl praktische Unterstützung bei krankheitsspezifischen Anliegen und Themen als auch emotionalen Beistand bietet.
Wie schätzen Sie den zukünftigen Stellenwert von Selbsthilfegruppen ein?
Menschen haben das Bedürfnis nach Austausch, gegenseitiger Unterstützung und dem Gefühl der Zugehörigkeit. Insbesondere in Zeiten von Erkrankungen und Krisen, aber auch zur Bewältigung von Alltagsherausforderungen und zur Förderung der Lebensqualität, bieten Selbsthilfegruppen einen wertvollen Rahmen. Nach der Corona-Pandemie erlebten wir dies schnell: In ganz Deutschland gründeten sich neue coronabezogene Selbsthilfegruppe. In Rheinland-Pfalz und im Saarland bieten mittlerweile zwölf Gruppen den Betroffenen Unterstützung an. Der demografische Wandel, die Zunahme chronischer Erkrankungen und der deutliche Anstieg von psychischen Erkrankungen und sozialen Problemen, werden die Bedeutung der Selbsthilfe weiter steigern. Auch durch ihre Wandlungsfähigkeit und ihre auch kurzfristige dynamische Anpassung an die Bedürfnisse der Menschen erwarte ich, dass Selbsthilfegruppen künftig noch wichtiger werden.
Wie fördert die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland die Selbsthilfe?
Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland fördert die Selbsthilfe auf vielfältige Weise, um Menschen mit gesundheitlichen Herausforderungen zu unterstützen.
Im Jahr 2025 stellt die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland rund 1,8 Millionen Euro für die Selbsthilfe bereit, auf die kassenindividuelle Projektförderung entfallen hiervon etwa 525.000 Euro.
Mit der Projektförderung unterstützen wir einzelne, zeitlich und inhaltlich begrenzte Vorhaben, wie zum Beispiel Selbsthilfetage, den Druck von Broschüren und Plakaten.
Konkret gefördert wurden im Jahr 2025 bisher 50 Selbsthilfeprojekte darunter die Erstellung von Homepages für Selbsthilfegruppen. Weitere Beispiele sind die „Selbsthilfemeile auf dem Rheinland-Pfalz-Tag“ und „Selbsthilfe im Dialog“ in Saarbrücken und Koblenz. Noch sind finanzielle Mittel in diesem Bereich vorhanden. Förderantrage für Projekte können auch jetzt noch eingereicht werden.
Nicole Steingaß ist Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz. Foto: ©MWG/Werner-Hohensee

Foto: ©Katja Bernardy
Fit-Tipp
Gehen Sie raus in den Wald
Das Gute liegt oft so nah. Wann haben Sie zuletzt einen Spaziergang im Wald unternommen? Das satte Grün der Natur wirkt wie Balsam für Körper und Seele. Wer durch den Wald streift, das sanfte Rauschen der Blätter vernimmt, dem Vogelgezwitscher lauscht und den erdigen Duft von Bäumen und Pflanzen einatmet, wird schon nach wenigen Minuten eine wohltuende Entspannung verspüren. Bereits der bloße Anblick des Waldes genügt, um unser Wohlbefinden zu steigern: Der Blutdruck sinkt, der Puls verlangsamt sich, und das Stresshormon Cortisol wird reduziert. Diese erstaunlichen Effekte haben japanische Forscher in ihren Studien nachgewiesen. In Japan spricht man von Waldbaden (Shinrin-Yoku). Es geht lediglich darum, Zeit im Wald zu verbringen, um mit allen Sinnen wahrzunehmen, was die Natur bereithält – vor der eigenen Haustür, ohne Eintritt zahlen zu müssen. Probieren Sie es aus und spüren Sie selbst, wie es Ihnen nach einem Spaziergang im Grünen geht.

Notbox für die Psyche
Wo finde ich in einer Krise Hilfe?
Hier finden Sie Notrufnummern und Notrufadressen:
Das PsychNavi Rheinland-Pfalz führt Sie durch Hilfsangebote in Krisensituationen:

Schon gewusst?
Selbsthilfe in Zahlen
Rund 3,5 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland in der Selbsthilfe. Gängigen Schätzungen zufolge gibt es laut Bundesgesundheitsministerium bundesweit rund 100.000 Selbsthilfegruppen zu fast jedem gesundheitlichen und sozialen Thema.
Die gesetzliche Grundlage für die Förderung der Selbsthilfe bildet § 20 h fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V). Hier ist geregelt, dass die gesetzlichen Krankenkassen und ihre Verbände Selbsthilfegruppen und –organisationen fördern, die sich die gesundheitliche Prävention oder die Rehabilitation von Versicherten bei einem festgelegten Verzeichnis von Krankheitsbildern zum Ziel gesetzt haben.
Die Ausgaben der Krankenkassen und ihrer Verbände zur Förderung von Selbsthilfegruppen und -organisationen sowie Selbsthilfekontaktstellen liegen im Jahr 2025 bei 1,36 Euro je Versicherten, damit stehen in diesem Jahr insgesamt rund 101,40 Millionen Euro zur Verfügung. Die Krankenkassen sind dabei verpflichtet, diesen Betrag für die gesundheitliche Selbsthilfe auch tatsächlich zu verausgaben.
in Rheinland-Pfalz gibt es rund 3000 Selbsthilfegruppen zu Hunderten von Themen - von Angsterkrankungen über Ehlers-Danlos-Syndrom bis hin zu Zöliakie.


Neustarter Gruppengründungen
Selbsthilfe lebt von Menschen, die den Mut haben, eigene Gruppen zu gründen. Kontaktstellen unterstützen dabei. Diese Gruppen in Rheinland-Pfalz haben sich neu gegründet und suchen Betroffene.

Bereich WeKISS
Selbsthilfegruppe Polyneuropathie
Für Menschen, die an Polyneuropathie leiden, einer Erkrankung des peripheren Nervensystems.
„Zusammen“
Für alleinlebende, ältere Menschen (um die 55 Jahre) mit psychischen Erkrankungen, Westerburg.
„Rede-Frei“
Für Männer, die in Kindheit oder Jugend sexuell missbraucht wurden, Montabaur.
Selbsthilfegruppe Al-Anon
Für Verwandte und Freunde von Alkoholikern, Montabaur.
„Fahnenflucht“ & „Seelenfrieden“
Eine Gruppe für Suchterkrankte, die andere für Angehörige (Co-Abhängigkeit), Kirburg.
Selbsthilfegruppe für Angehörige depressiv erkrankter Menschen
Bad Neuenahr
„Gemeinsam stark gegen Depressionen und Ängste“
Westerburg
Gesprächskreis für pflegende und betreuende Angehörige und Nahestehende
Nahstätten
Gesprächskreis für Angehörige von Menschen mit Demenz
Westerburg
„Selbsthilfegruppe Vergissmeinnicht“
Für Menschen, deren Partner*in in jungen Jahren eine Demenzdiagnose erhaten, Lahnstein

Bereich sekis
„Angststörung und Panik - Zurück in ein neues Leben“
Für Menschen mit Angststörungen und/oder Depressionen, Gerolstein.
„Selbsthilfegruppe Infantile Cerebralparese (ICP)“
Für Menschen mit ICP, die mit Spastik-Herausforderungen kämpfen, online oder Trier.
„Clean’n’Clear“
Für Menschen mit Suchtproblemen, Eifelkreis.
„Selbsthilfegruppe Schizophrenie mit Suchtkomorbidität“
Für Menschen mit der Diagnose Schizophrenie und Suchterkrankung, Hermeskeil.
„Self love“
Für Menschen mit Depressionen und/oder ADHS,
die lernen wollen, ihre Bedürfnisse nicht zu vernachlässigen, Prüm.
„Die Insel - ein Zufluchtsort inmitten der Wellen“
Für Menschen mit Ängsten, Depressionen und Panikattacken, Gerolstein.
„Verlassene Eltern“
Für Eltern, deren Kinder den Kontakt abgebrochen haben, Trier.
„Hope“
Für Menschen mit Alkoholabhängigkeit, Bitburg.
„Selbsthilfegruppe Depression“
Neuerburg
„Angst und Psychosomatik“
Für Menschen mit somatoformen Störungen, Trier.
„Selbsthilfegruppe für Suchtkranke und Angehörige“
Saarburg
„Selbsthilfegruppe für Stotterer und Angehörige“
Prüm.
„Alpha-1-Antitrypsinmangel“
Für Menschen mit einer genetisch bedingten Erkrankung, bei der sowohl die Lunge, als auch die Leber betroffen sind, Trier.
Selbsthilfegruppe Lady Lily
Für Menschen mit Lipödem und Lymphödem, Saarburg.


bereich kiss mainz
„Akzeptanz im sicheren Raum“
Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen, Mainz.
ADHS
Selbsthilfegruppe für Betroffene Erwachsene mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Bad Kreuznach.
Selbsthilfegruppe Ovarialkarzinom/Eierstockkrebs
Mainz
SchmerzLOS Selbsthilfegruppe
Wege aus der Schmerzfalle, Mainz.
Depression – „Akzeptanz im sicheren Raum - Du bist nicht allein!“
Für an Depression erkrankte Menschen, Mainz.
CRPS Komplexes Regionales Schmerz-Syndrom Landkreis Kaiserslautern
Eigenintervention Depression
Ergänzungsangebot zur Selbsthilfegruppe Depression, Alzey

bereich kiss pfalz
Selbsthilfegruppe Trauernde Eltern
Für Familien, die in Kind verloren haben, Grünstadt.
Online-Selbsthilfegruppe „Elternlos stark“
Für erwachsene Kinder, die den Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen haben oder über einen Kontaktabbruch nachdenken

Kurz und einfach erklärt:
Ess-Störung
Eine Ess-Störung ist kein Problem mit der Ernährung. Es ist damit auch kein kurzfristig geändertes Ess-Verhalten, wie zum Beispiel bei einer Diät, gemeint.
Bei einer Ess-Störung ist das Verhältnis zum Essen und die daraus entstehenden Erkrankungen für Körper und Seele das Problem.
Meistens hat die Person noch andere Probleme. Zum Beispiel ist die Person mit ihrem Leben nicht zufrieden. Oder die Betroffenen leiden unter Ängsten, Zwängen oder anderen psychischen Beeinträchtigungen. Das ist aber bei jeder Person anders.
Eine Ess-Störung ist eine schwere Erkrankung. Menschen mit einer Ess-Störung müssen von Fachleuten behandelt werden.
Quelle: Aus der Broschüre „Ess-Störungen verstehen“ in Einfacher Sprache.


Wir und die Medien
Medienkompetenz erhöhen
Mit dem digitalen Wandel Schritt zu halten, ist nicht leicht.
Der Wandel bringt ständig neue Chancen und Herausforderungen. Die Initiative zur Erhöhung der Medienkompetenz unterstützt Selbsthilfeaktive dabei, diese Chancen zu nutzen und Herausforderungen zu meistern.
Haben Gruppenmitglieder Schwierigkeiten, etwa wegen schlechter Infrastruktur im ländlichen Raum oder gesundheitlicher Probleme, persönlich an Treffen teilzunehmen? Hybride Treffen, bei denen man digital teilnimmt, könnten eine Lösung bieten. Doch wie funktioniert das? Was braucht man dafür? Und passt das zu unserer Gruppe?
Hier setzen unsere Workshops an: Gemeinsam mit Ihnen erkunden wir, welche digitalen Technologien Ihre Selbsthilfe unterstützen können. Und wir unterstützen Sie dabei, wenn Sie beispielsweise für Ihre Selbsthilfegruppe auf den sozialen Medien werben möchten.
Digitale Hilfe auf Augenhöhe
Am 21. Mai fand in Mainz erstmals der Offene Treff für Technik-Einsteiger statt. Die Veranstaltung bot Selbsthilfeaktiven die Möglichkeit, sich zu vernetzen, Wissen auszutauschen und gemeinsam Lösungen zu finden. Künftig soll dieses Angebot auf alle Beratungsgebiete in Rheinland-Pfalz ausgeweitet werden.
Gestaltung von Social-Media-Beiträgen
Wer den digitalen Schulungstermin im Mai verpasst hat, kann sich nun für Präsenztermine im Juli und August anmelden. Das Thema lautet „Social-Media-Posts mit Canva gestalten“. Selbsthilfeaktive lernen hier, wie sie mit der Plattform Canva ansprechende Beiträge für Soziale Medien erstellen. Die Schulung umfasst die Auswahl der richtigen Farben sowie die Gestaltung von Bildern und Texten.
Orientierungshilfe für Selbsthilfegruppen
Die Arbeit mit Sozialen Medien erfordert kontinuierliches Lernen. Unser aktuelles Schulungsangebot bietet Selbsthilfegruppen einen ersten Einblick in die Gestaltung und Planung von Beiträgen. Dabei beantworten wir Fragen wie: Was sind Hashtags und wie benutzt man sie? Wie markiert man jemanden in einem Beitrag? Was bedeutet Reposten? Aktuell entsteht eine neue Orientierungshilfe. Sie soll diesen Lernprozess unterstützen, erklärt Begriffe verständlich und leitet bei wichtigen Funktionen an.
sozial

Die Selbsthilfe präsentierte sich auf dem Rheinland-Pfalz-Tag 2025 in Neustadt an der Weinstraße
Vom 23. bis 25. Mai 2025 fand in Neustadt an der Weinstraße der Rheinland-Pfalz-Tag statt. Ein Höhepunkt war die vielfältige Präsenz der Selbsthilfe, die mit zahlreichen Gruppen und Organisationen vertreten war. Unter dem Motto „Zusammen sind wir sozial“ präsentierte die Selbsthilfe ihre Angebote und betonte ihre wichtige Rolle in der Gemeinschaft. Nahe der Selbsthilfemeile lockte die Bühne Forum Zusammenland mit einem abwechslungsreichen Programm, das die Besucher unterhielt und zum Verweilen einlud. Die Selbsthilfekontaktstellen KISS Mainz und KISS Pfalz koordinierten das Themenfeld „Zusammen sind wir sozial“.


PornLos – Pornografie-Nutzungsstörung
Im Zuge des Forschungsprojekt zur nachhaltigen Verbesserung der Therapie von Pornografie-Nutzungsstörungen, hat die KISS Mainz das Verbundprojekt „PornLoS“ unterstützt, in dem sie über das Thema „Wie gründe ich eine Selbsthilfegruppe“ informierte. Unter der Konsortialführung der Justus-Liebig-Universität Gießen (Prof. Rudolf Stark) übernimmt die Arbeitsgruppe Spielsucht die Rolle des Koordinierungszentrums Mainz.
Aktionstag – Seelische Gesundheit in Ingelheim
Am 4. April 2025 fand der Aktionstag Seelische Gesundheit im Mehrgenerationenhaus in Ingelheim statt. Die KISS Mainz I Der Paritätische unterstützte dort Menschen in der Beratung und vermittelte passende Selbsthilfegruppen und Angebote zu ihren Themen.

Das war...
offiziell


feierlich

Unser großes Selbsthilfe-Festival 2025
Austausch, Musik und Sonnenschein: Erstmals fand in Wittlich am 14. Juni das große Selbsthilfe-Festival statt. Besucher nutzten die Veranstaltung, um mit 22 lokalen Selbsthilfegruppen aus der Region Trier ins Gespräch zu kommen oder die entspannte Atmosphäre zu genießen. Infostände und Livemusik von EASY und der Steff Becker Band boten nicht nur Informationen für Betroffene und Angehörige, sondern auch ein Stück Lebensfreude.
Seit dem 1. Januar gehört die KISS Pfalz offiziell zum Paritätischen Rheinland-Pfalz/Saarland. Mit rund 450 betreuten Selbsthilfegruppen stärkt sie nun unter diesem Dach die Selbsthilfe in Rheinland-Pfalz. Am 4. Juli 2025 sagten wir in der Geschäftsstelle in Edesheim Danke – an alle, die dies ermöglichten: die GKV, den ehemaligen Trägerverein Selbsthilfetreff Pfalz e.V. und das Ministerium für Gesundheit und Wissenschaft RLP. Besonders freuten wir uns über diese Ehrengäste: Nicole Steingaß, Staatssekretärin des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit, Kreisbeigeordneter Uwe Huth, Verbandsgemeindebürgermeister Daniel Salm, Andreas Schleimer, Sprecher der LAG KISS RLP, und Klaus Wilms von der AOK als Vertreter der GKV Gemeinschaftsförderung.

familiär

WeKISS beim Tag der Familie in Altenkirchen
Der Arbeitskreis Familie Altenkirchen hatte wieder zum Tag der Familie auf den Marktplatz in der Stadt zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Die Selbsthilfe war mit dabei.


Gesamttreffen der Selbsthilfegruppen
Die Teilnehmer beleuchten gemeinsam Themen und tauschen Erfahrungen sowie Informationen aus. So kommen die Selbsthilfegruppen ins Gespräch. Das Treffen in Präsenz fand am 15. Juli in Montabaur statt, das Online-Treffen folgt am 17. Juli.
WIR SIND
UMGEZOGEN
in die Stresemannstraße 5-9, 54290 Trier (Nähe Viehmarkt)
digital

Digitale Veranstaltung „Post-Covid und Selbsthilfe“ stößt auf großes Interesse
Am 17. Juni 2025 lud die Selbsthilfe Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Landeszentrale für Gesundheit Rheinland-Pfalz zu einer digitalen Informationsveranstaltung unter dem Motto „Gemeinsam stärker“ ein. Die Veranstaltung richtete sich an Menschen, die von Post-Covid oder Long-Covid betroffen sind, sowie an deren Angehörige. Insgesamt nahmen 68 Personen teil – ein deutliches Zeichen dafür, wie groß der Informations- und Unterstützungsbedarf weiterhin ist.
Einen praxisnahen Einblick gab dabei Johanna Theobald von der Selbsthilfegruppe Long Covid Mainz. Sie schilderte anschaulich, wie ihre Gruppe die Treffen organisiert, welche Themen im Mittelpunkt stehen und welche Rolle der regelmäßige Austausch für die Teilnehmenden spielt. Auch andere Gruppenleitungen kamen zu Wort und berichteten über ihre Erfahrungen im Aufbau und in der Gestaltung von Selbsthilfegruppen. Dabei wurde deutlich: Selbsthilfe lebt von Eigeninitiative und Teilhabe. Die Gruppentreffen werden von den Engagierten selbstbestimmt und bedarfsorientiert gestaltet – orientiert an den individuellen Interessen, Ressourcen und Bedürfnissen der Mitglieder.
„Selbsthilfe lebt vom Austausch. Sie bietet Menschen in schwierigen Lebenssituationen die Möglichkeit, Verständnis, Orientierung und neue Perspektiven zu finden“, betonte Andreas Schleimer, Sprecher der Selbsthilfe Rheinland-Pfalz. „Gerade bei Post-Covid-Erkrankungen, die noch nicht in allen Bereichen ausreichend verstanden sind, ist die gegenseitige Unterstützung in einer Gruppe von unschätzbarem Wert.“
Neben Informationen zu Möglichkeiten der Selbsthilfe stand vor allem der Austausch über konkrete Angebote im Vordergrund. Die Veranstaltung zeigte eindrücklich, wie entlastend es für Betroffene und Angehörige ist, sich mit anderen Menschen in ähnlichen Situationen zu vernetzen – sei es in einer bestehenden Selbsthilfegruppe oder bei der Gründung einer neuen. Die rheinland-pfälzische Selbsthilfekontaktstellen unterstützen Interessierte bei der Suche nach passenden Gruppen oder beim Aufbau eigener Initiativen.
Weitere Informationen und Kontakte gibt es unter: www.selbsthilfe-rlp.de

Vielen Dank fürs Lesen und bis zur nächsten Ausgabe!
Lob, Kritik, Ideen?
Wir freuen uns über Feedback und Vorschläge per E-Mail an info@selbsthilfe-rlp.de

Hinter der Selbsthilfe Rheinland-Pfalz stehen die vier Selbsthilfekontaktstellen in Rheinland-Pfalz:



