top of page
LAGKISSRLP_SELFI_Titel_LA12.png
LAGKISSRLP_SELFI_Titel_LA1.png
Ausgabe
01/2026
Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlich willkommen zur ersten Ausgabe von „SELFi“ im Jahr 2026. „SELFi“ ist der landesweite Newsletter zur Selbsthilfe in Rheinland-Pfalz.

In dieser Ausgabe berichtet Kerstin Lasch über ihr Leben mit Long Covid, ein Leben zwischen Hoffnung und Erschöpfung - und warum sie Selbsthilfe wichtig findet und sich als Leiterin engagiert. Sabine Maur, Präsidentin der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz, beantwortet in einem Kurzinterview fünf Fragen. Außerdem informieren wir Sie über aktuelle Veranstaltungen sowie über Selbsthilfegruppen in Rheinland-Pfalz, die sich neu gründen und noch weitere Mitglieder suchen. 

„SELFi“ erscheint viermal jährlich. Wir danken der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland –
Die Gesundheitskasse für die Unterstützung dieses Projekts.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen!

Herzliche Grüße

Elfi-Gül Hollweck

Andreas Schleimer

andreas-schleimer_edited.jpg
Gül Hollweck__RM3140 30x40 Soft_edited.jpg

Sprecher der

Selbsthilfe Rheinland-Pfalz

Co-Sprecherin der

Selbsthilfe Rheinland-Pfalz

andreas-schleimer_edited.jpg

Andreas Schleimer

Sprecher der

Selbsthilfe Rheinland-Pfalz

Gül Hollweck__RM3140 30x40 Soft_edited.jpg

Elfi-Gül Hollweck

Co-Sprecherin der

Selbsthilfe Rheinland-Pfalz

Porträt_Kerstin Lasch_Long Covid_Foto.jpg

Foto: pixabay

Zwischen Hoffnung und Erschöpfung:
Kerstin Lasch lebt mit Long Covid 

Kerstin Lasch kämpft seit ihrer Corona-Erkrankung mit den verheerenden Folgen von Long Covid. Trotz Rückschlägen und mangelndem Verständnis in der Gesellschaft, gibt sie nicht auf und engagiert sich heute als Gruppenleiterin für Betroffene in Trier.

Kerstin Lasch ist 50 Jahre alt, gelernte Krankenschwester, Mutter zweier erwachsener Kinder. Früher war sie überall dabei. Sie war ständig unter Menschen, übernahm gerne Verantwortung, liebte Festivals und hatte ihr Leben im Griff. „Heute ist es das Gegenteil.“

Im Oktober 2021 erkrankte sie an Corona. Zehn Tage lag sie im Bett, hatte hohes Fieber, ähnlich einer heftigen Grippe. „Ich habe 22 von 24 Stunden geschlafen“, sagt sie. Danach wurde es langsam etwas besser. Richtig auf die Beine kam sie jedoch nicht.

Sechs Wochen nach der Erkrankung kehrte Kerstin Lasch als Krankenschwester zurück. Dann brach sie zusammen -  ein „Crash“, wie sie sagt. Die Symptome kamen stärker zurück. Auf dem Weg zur Arbeit fehlte ihr plötzlich die Kraft, im Auto die Kupplung zu treten. „Von jetzt auf gleich war der Stecker gezogen.“ Danach war sie ein halbes Jahr krankgeschrieben: leichtes Fieber um 38 Grad, „ständig grippig“, schlechte Nächte, morgens gerädert, permanent Schmerzen. Manchmal fielen ihr Worte nicht mehr ein oder sie verlegte Dinge. „Auch der Kopf machte nicht mehr mit“, sagt sie. Bis heute fühlt sie sich schwach, ist kurzatmig. Treppen strengen sie enorm an. Manchmal schafft sie die Stufen nicht. 

​Ärzte verschiedenster Fachrichtungen rieten zur Geduld, ein Infekt könne länger dauern. Die Blutwerte wichen nur minimal ab, Lungen- und Herzfunktion waren unauffällig. Man sah ihr die Krankheit nicht an. „Ich bekam einen psychologischen Stempel“, sagt Kerstin Lasch. Sie hörte Sätze wie „Wir sind alle mal müde“ oder „Du siehst gar nicht krank aus“ oder „Ich habe auch manchmal keine Lust“. Warum nur musste sie sich immer wieder rechtfertigen?

Sie reduzierte ihre Stunden, bekam andere, weniger belastende Aufgaben  - bis zum Sommer 2024. Dann wieder ein „Crash“. Dieses Mal schrieb der Arzt sie ein Dreivierteljahr krank. Der zweite „Crash“ sei die Quittung gewesen, sagt sie, weil sie ihre Grenzen nicht akzeptiert habe. Wieder nennt die Krankenschwester einen Fachbegriff, den Long Covid Patienten oft verwenden: Pacing. Das bedeutet, sich die Energie bewusst einzuteilen, darauf zu achten, dass der Puls nicht zu hoch geht, dass man bewusst unter seinen Grenzen bleibt. 

 

Erst im Sommer 2024 erhielt sie offiziell die Diagnose Long Covid/ME/CFS – die Abkürzung steht für Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome und ist eine schwere Krankheit, die besonders nach einer Infektion auftreten kann. Auf den Termin in der Covid-Ambulanz in Trier hatte sie lange warten müssen.

Kerstin Lasch vergleicht die Krankheit mit der Batterie eines alten Handys: Sie lädt nicht mehr voll, und die wenigen Prozent müssen sinnvoll aufgeteilt werden. Also teilt sie ihre Energie bewusst ein.

Langsam gewöhne sie sich ans Einteilen der Energie, sagt sie, daran, die eigenen Grenzen zu respektieren. Ihr Leben sei nun anders. Sie sagt: „Soziale Kontakte nahmen ab, ich fühle mich isoliert.“ Sie habe gelernt, sich an Kleinigkeiten zu freuen, mit angezogener Handbremse zu leben. Doch manchmal falle es ihr schwer. Hoffnung gäben ihr ihre Ideen und Pläne für die Zukunft.

Wovon träumt sie? Zu reisen, wieder Festivals zu besuchen, Leute zu treffen, gemeinsam etwas zu unternehmen, wieder körperlich aktiver sein zu können, ihren Haushalt allein zu organisieren, zählt sie auf. Die Energie, die sie habe, brauche sie derzeit, um vier Tage in der Woche ein paar Stunden arbeiten zu können.

Morgens brauche sie zwei, drei Stunden, um in die Gänge zu kommen, um sich fertigzumachen. Dazwischen müsse sie sich noch einmal hinlegen, um dann mittags zur Arbeit fahren zu können.

Wenn Kerstin Lasch erzählt, fällt auf, wie alleingelassen sie sich fühlt. Es gebe eine sogenannte Off-Label-Medikamentenliste, sagt sie – Mittel, die anderen geholfen haben und die man nach Absprache mit dem Arzt ausprobieren könne. Das Problem: Diese Medikamente müssten oft selbst bezahlt werden, weil Diagnose und Verordnung nicht zusammenpassten, erklärt sie. Sie hat Präparate ausprobiert, einige halfen.

Und sie hat viel im Internet recherchiert, um herauszufinden, was mit ihr los ist. Auf Facebook stieß sie auf eine Online-Selbsthilfegruppe. „Es war so gut, endlich verstanden zu werden“, sagt Kerstin Lasch, „und zu wissen, dass ich mit dieser Krankheit nicht allein bin.“ Dann hörte sie von der Long-Covid-Gruppe, die sich in Trier trifft. Sie ging hin. „Wenn man sich persönlich begegnet, kann man sich mehr öffnen“, findet sie.

Weil die Selbsthilfegruppe sie aus einem Tief geholt hat, engagiert sie sich heute selbst als Gruppenleiterin. Die Nachfrage war so groß, dass sie in Trier eine zweite Long-Covid-Gruppe gründete. „Die Gruppe gibt mir Halt“, sagt Kerstin Lasch. Man werde verstanden, es werde einem geglaubt, es werde einem nichts abgesprochen. Einmal im Monat trifft sich die Gruppe für eineinhalb Stunden.

 

Was wünscht sich Kerstin Lasch von der Gesellschaft? Von der Medizin? Ihr Wunsch ist bescheiden. Sie sagt:„Dass man uns glaubt! Dass man uns unsere Symptome nicht abspricht und dass geforscht wird.“ 

Zu diesem Interview war sie bereit, weil die Krankheit sichtbarer werden soll – damit das Verständnis für Long Covid wächst. Damit Menschen mit gleichen Themen sich zusammenschließen, und miteinander reden können.

Selbsthilfegruppe Long Covid Trier, Anmeldung erforderlich:

NL_Wir und die Medien_Über Social Media für unsere Gruppe werben.png
Trennstrich.png
Trennstrich.png
News aus der Selbsthilfe
SEKIS_Logo_Farbe_RGB_RZ.png
News aus der SH_SEKIS_Fobi.jpg
Fortbildungen für Selbsthilfegruppen 

Auch dieses Jahr organisiert SEKIS Fortbildungen für Selbsthilfegruppen. Ob wertschätzende Kommunikation, Konfliktlösung, Engagement im Wandel oder sichere Finanzverwaltung – die Workshops helfen Selbsthilfegruppen, ihre Arbeit effektiv zu gestalten. 

News aus der Selbsthilef_SEKIS_Seelische Gesundheit im Blick_1_Halbjahr.jpg
Seelische Gesundheit im Blick 2026 

Die beliebte Reihe „Seelische Gesundheit im Blick“ geht 2026 weiter. Sie richtet sich an Mitglieder von Selbsthilfegruppen und Interessierte. Im ersten Halbjahr behandeln Workshops, Vorträge und Lesungen Themen wie Trauer, toxische Beziehungen, Angst, Depression, Selbsterfahrung, Burnout und emotionales Essen.

Trennstrich.png
KISSMainz_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
Gesundheitstag Rockenhausen – Selbsthilfe vor Ort 

Am 3. Mai 2026 öffnet die Donnersberghalle um 9:45 Uhr ihre Türen für eine vielfältige Gesundheitsmesse. Die Kontakt- und Informationsstelle (KISS) Mainz und die Pflegeselbsthilfe präsentieren sich mit eigenen Ständen. Sie wollen auf die gesundheitsbezogene Selbsthilfe und Pflegeselbsthilfe in Rheinland-Pfalz aufmerksam machen und mit Interessierten ins Gespräch kommen. 

Trennstrich.png
KISSMainz_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
WeKISS_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
KISSPfalz_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
Datenschutz für Selbsthilfegruppen

Aufgrund der großen Nachfrage im letzten Jahr bieten die KISS Mainz, KISS Pfalz und WeKISS auch 2026 wieder Seminare zum Thema Datenschutz an. „Mit professioneller Begleitung nähern wir uns dem Thema und beantworten alle Fragen der Teilnehmenden.“ 

Trennstrich.png
KISSMainz_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
WeKISS_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
KISSPfalz_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
SEKIS_Logo_Farbe_RGB_RZ.png
News aus der Selbsthilfe_KISS Pfalz_KISS Mainz_SEKIS_WeKISS_Gesamttreffen.png
Raum für Austausch und Vernetzung

Auch 2026 laden die vier Kontaktstellen in Rheinland-Pfalz – KISS Pfalz, KISS Mainz, SEKIS, WeKISS – zu Gesamttreffen für alle Selbsthilfeaktiven ein. Diese Veranstaltungen bieten Raum für Austausch und Vernetzung.

Trennstrich.png
Fünf Fragen an_Sabine Maur Lisa Krieg Fotografie-LPK2937_HF.jpg
LAGKISSRLP_RING_PFIRSISCH_RZ.png
5

Sabine Maur, Präsidentin Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz, Foto: Lisa Krieg

Fünf Fragen an… 
SABINE MAUR

Sabine Maur ist die Präsidentin der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz.

1. Sie sind Präsidentin der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz. Was sind Ihre Aufgaben dort? 

Unsere Kammer setzt sich auf verschiedenen Ebenen für eine Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung und andere Themen rund um die psychische Gesundheit in Rheinland-Pfalz ein. Die Kammer-Präsidentin und die übrigen Vorstandsmitglieder beraten und beschließen gemeinsam die Aufgaben der Kammer und sind nach dem Heilberufsgesetz für die Ausführung der Beschlüsse der Vertreterversammlung - quasi des Parlaments - der Kammer zuständig. Der Vorstand ist also das exekutive Organ der Kammer. Als Präsidentin ist meine Aufgabe dabei, die Kammer nach außen zu vertreten: Ich repräsentiere sie in einer Vielzahl von (gesundheits-)politischen Gremien oder auch als Ansprechpartnerin für die Medien. Außerdem leite ich die Vorstandssitzungen sowie die Vertreterversammlung. Der Landespsychotherapeutenkammer obliegt zudem die Berufsaufsicht über ihre Mitglieder, daher ist es Aufgabe des Vorstandes, im Fall von möglichen Berufspflichtverletzungen Entscheidungen über geeignete Maßnahmen zu treffen. 

2. Selbsthilfegruppen ergänzen psychotherapeutische Behandlungen. Welche Rolle spielen Selbsthilfegruppen aus Ihrer Sicht im Zusammenspiel mit der professionellen Psychotherapie? 

Selbsthilfegruppen ersetzen keine Psychotherapie, können aber eine wertvolle Ergänzung sein und beispielsweise die Wartezeit auf einen Therapieplatz überbrücken. 

Nicht jeder der psychisch belastet ist, braucht eine Psychotherapie. Für diese Menschen kann eine Selbsthilfegruppe eine wichtige Unterstützung sein, die sie in schwierigen Situationen durch den Austausch mit anderen Betroffenen stärkt. 

3. Wo endet Selbsthilfe und wo beginnt zwingend professionelle Behandlung? 

Bei diagnostizierten psychischen Erkrankungen kommt die Selbsthilfe in der Regel an ihre Grenzen. Hier ist dann professionelle Hilfe durch die entsprechenden Heilberufe wie beispielsweise Psychotherapeut*innen sinnvoll und indiziert. Selbsthilfegruppen sind für viele unserer Patient*innen aber eine sehr sinnvolle zusätzliche Unterstützungs- und Austauschmöglichkeit.

4. Welche Chancen und Risiken sehen Sie in digitalen Selbsthilfegruppen im Vergleich zu klassischen Präsenzgruppen?

Digitale Selbsthilfegruppen haben den Nachteil, dass „echter“ zwischenmenschlicher Kontakt fehlt und Einsamkeit ist ohnehin für viele ein großes Thema. Zudem fehlt den Teilnehmer*innen bei digitalen Treffen manchmal ein geschützter Raum, in dem keiner mithören kann, was gesprochen wird. Auf der anderen Seite bieten digitale Gruppen auch Menschen, die wenig mobil sind, die Möglichkeit an einer Selbsthilfegruppe teilzunehmen, beispielsweise Jugendlichen ohne Führerschein, alten Menschen oder Bewohnern des ländlichen Raums mit schlechter ÖPNV-Anbindung. Außerdem ist es einfacher für eine digitale Gruppe genug Mitglieder zu finden (z.B. auch bei seltenen Erkrankungen), da ein großer Radius abgedeckt werden kann.

5. Wie könnte die Vernetzung zwischen Psychotherapeut*innen und Selbsthilfegruppen künftig noch verbessert werden?

Im Sinne des Patientenwohls ist eine gute Vernetzung zwischen Psychotherapeut*innen und Selbsthilfegruppen sehr wünschenswert. Daher hat unsere Kammer bereits im Frühling 2019 ein Treffen mit Vertreter*innen verschiedener rheinland-pfälzischer Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen veranstaltet, bei dem eine zukünftige engere Zusammenarbeit zwischen den Kontakt- und Informationsstellen und der Landespsychotherapeutenkammer vereinbart wurde sowie eine gemeinsame Tagung im November 2019. In den letzten Jahren gab es auch verschiedene Austauschformate von Selbsthilfegruppen und der Kammer, so zuletzt mit der Gruppe der PostCovid-ME/CFS-Betroffenen sowie durch Fachinput der Kammer für die Eltern von genderdiversen Jugendlichen.

Fit_Tipp_Gyan_Mudra_Fotografin_Katja Bernardy.jpeg

Gyan-Mudra. Foto: Katja Bernardy

Fit-Tipp

Gyan-Mudra – Für Ruhe und Klarheit 

Yogis kennen sie: Mudras, Handgesten, die Energie im Körper lenken. Die Gyan-Mudra zählt zu den bekanntesten und fördert einen ruhigen, klaren Geist. 

So geht's: Berühren Sie sanft die Spitzen von Daumen und Zeigefinger, sodass sich die Fingerkuppen leicht und entspannt begegnen. Die anderen Finger bleiben locker ausgestreckt, die Hand ruht ruhig. Halten Sie die Gyan-Mudra bequem, ohne Druck oder Anspannung. 

Verstärken Sie die Wirkung mit Affirmationen: „Ich bleibe ruhig und gelassen.“ „Ich schöpfe Ruhe und Klarheit. “ Das sanfte Berühren der Fingerkuppen harmonisiert den Energiekreislauf im Körper. Diese Haltung lässt sich leicht in den Alltag integrieren. Beginnen Sie mit zwei bis drei Minuten und steigern Sie allmählich auf fünf bis zehn Minuten – so lange, wie es Ihnen guttut.

NL_Notbox für die Psyche_bearb.jpg
Notbox für die Psyche
Wo finde ich in einer Krise Hilfe?
Hier finden Sie Notrufnummern und Notrufadressen: 
Polizei:
110
Polizei:
110
Rettungsdienst:
112 
Rettungsdienst:
112 
Feuerwehr:
112 
Feuerwehr:
112 
Ärztlicher Bereitschaftsdienst:
116 117 
Häusliche Gewalt gegen Männer:
0800 123 99 00 
Häusliche Gewalt gegen Männer:
0800 123 99 00 
Nummer gegen Kummer
(für Kinder und Jugendliche):

116 111 
Nummer gegen Kummer
(für Kinder und Jugendliche):

116 111 
patientenservice:
116117
patientenservice:
116117
Häusliche Gewalt gegen Frauen:
08000 116 016 
Häusliche Gewalt gegen Frauen:
08000 116 016 
Hilfe bei sexualisierter Gewalt:
0800 22 55 530 
Hilfe bei sexualisierter Gewalt:
0800 22 55 530 
Nummer gegen Kummer – Elterntelefon:
0800 111 0 111 
Nummer gegen Kummer – Elterntelefon:
0800 111 0 111 
Das PsychNavi Rheinland-Pfalz führt Sie durch Hilfsangebote in Krisensituationen: 
Schon gewusst_AOK_Veranstaltungen_Plakat.jpg
QR-Code_Online-Seminare der AOK.png
Schon gewusst_AOK_Veranstaltungen_Plakat.jpg
Schon gewusst?  
Bleiben Sie fit und gesund mit Online-Seminaren der AOK 

In den Online-Seminaren geht es um folgende Themen: junge Familien, Ernährung einschließlich Sporternährung, Entspannung und Stressbewältigung, Bewegung, Herzgesundheit und Suchtprävention.

Erfahrene Experten und Gesundheitscoaches leiten die Online-Seminare. Sie können zeitliche und räumlich flexibel online teilnehmen. Die Anmeldung ist einfach und die Teilnahme kostenfrei – ganz unabhängig davon, wo Sie versichert sind.

NL_Neustarter_Foto.jpeg
Neustarter Gruppengründungen

Selbsthilfe lebt von Menschen, die den Mut haben, eigene Gruppen zu gründen. Kontaktstellen unterstützen dabei. Diese Gruppen in Rheinland-Pfalz haben sich neu gegründet und suchen Betroffene. 

WeKISS_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
Bereich WeKISS

Selbsthilfegruppe Zusammen 

Für Menschen mit psychischen Erkrankungen,

die einsam sind 

Hachenburg

Selbsthilfegruppe Lebensfreude 

Für Menschen mit Depressionen

Koblenz

Selbsthilfegruppe Endometriose Westerwald

Westerburg

Selbsthilfegruppe Lichtpunkte 

Für Menschen mit Depressionen und psychischen Erkrankungen

Koblenz

SEKIS_Logo_Farbe_RGB_RZ.png
Bereich sekis

CLEAN´n´Clear

Für Menschen mit Suchtproblemen

Eifelkreis

Selbsthilfegruppe "Hope"

Für Menschen, die alkoholabhäng sind 

Bitburg 

Multiple Sklerose, Neubetroffenen-Gruppen

Trier

Schwangerschaftsabbruch - und dann?

Trier

Selbsthilfegruppe für Eltern von Kindern und Jugendlichen mit ADHS/Autismus

Neuerburg

ADHS und Sucht

Trier

Die Flummis

Für Kinder im Grundschulalter mit ADHS gemeinsam mit ihren Eltern 

Trier

ADHS bei Erwachsenen

Birkenfeld

Selbsthilfegruppe Osteoporose

Schweich

"Dubna - Du bist nicht allein"  

Für Menschen mit einer Angststörung und Depression 

Hermeskeil

Anderes Burnout Café (ABC) 

Trier

ADHS 

Für Erwachsene, die von ADHS betroffen sind oder deren Angehörige 

Vulkaneifel

ADHS und Frauen 

Trier

Selbsthilfegruppe ADHS - Für Betroffene und Angehörige

Trier

Neuroeltern 

Für Eltern von Kindern mit ADHS, Autismus oder anderen Formen von Neurodivergenz

Bitburg

Sprechraum Trier

Ein Schonraum für stotternde Menschen

KISSMainz_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
KISSPfalz_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
LAGKISSRLP_RING_ROSE_RZ.png
bereich kiss mainz

Glaukom Selbsthilfegruppe Mainz für Betroffene und Angehörige  

Mainz

GEMeinsam Selbsthilfegruppe 

Für junge Erwachsene, die sich häufig einsam fühlen 

Mainz

 

Selbsthilfegruppe Spiel- und Alkoholsucht  

Sohren

 

ADHS  

Bad Kreuznach

Gesprächsgruppe für Aussteigende aus Sekten und autoritären Glaubensgemeinschaften

Mainz

bereich kiss PFALZ

Miteinander Weiter  

Für Menschen mit einer psychischen Erkrankung. 

Neustadt an der Weinstraße

Selbsthilfegruppe Zuversicht 

Für Menschen mit einer Depression

Edesheim

 

Selbsthilfegruppe ADHS 

Ruchheim

Kurz und einfach erklärt_Autoiimunerkrankungen_Foto.jpg
Kurz und einfach erklärt: Autoimmunerkrankungen verstehen

Das Immunsystem 

Das menschliche Immunsystem schützt den Körper vor Krankheitserregern wie zum Beispiel Bakterien oder Viren. Das Immunsystem erkennt: Diese Stoffe oder Zellen sind schädlich und müssen bekämpft werden.

 

Das Immunsystem kann man sich vielleicht so wie eine Polizei-Truppe vorstellen. Die Überwachung wird hauptsächlich von den weißen Blutkörperchen (Fachbegriff: Leukozyten) und den von ihnen gebildeten Immunglobulinen übernommen.

 

Die Immunzellen des Immunsystems sind so gebaut, dass sie fast alle Zellen töten können. Die größere Herausforderung ist es, Krankheitserreger zu erkennen und die bösen Zellen von guten, nützlichen oder harmlosen Zellen zu unterscheiden.

 

Das Immunsystem benutzt für seine Abwehr zwei Systeme: Die angeborene, unspezifische Abwehr und die erworbene spezifische Abwehr.

Diese beiden Systeme arbeiten eng zusammen.

 

Was ist eine Autoimmunkrankheit?

Im Normalfall verfügt das Immunsystem über eine Selbsttoleranz. Das bedeutet: Es akzeptiert die Zellen des eigenen Körpers als freundlich. Diese Selbsttoleranz gilt auch für Stoffe, die zwar nicht direkt zum Körper gehören, aber auch nicht schädlich sind, zum Beispiel Nahrung.

 

Bei einer Autoimmunerkrankung hat diese Selbsttoleranz eine Störung. Der Körper stuft einige eigene Zellen als Feind ein. Der Körper behandelt diese eigenen Zellen also so wie Krankheitserreger. Das Immunsystem bekämpft deshalb diese Zellen, die eigentlich zum

Körper gehören oder nützlich sind. Dadurch kann es zum Beispiel zu chronischen Entzündungen kommen. Oder es kann sich neues Gewebe bilden, das Organe

schädigt.

 

(Aus: Broschüre in Einfacher Sprache - Autoimmunerkrankungen verstehen)

Wir und die Medien_Homepage_SHG.jpg

Beschreibung: Bildschirmaufnahme Homepage SHG "Wir gemeinsam", Foto: Katja Bernardy

Wir und die Medien
Selbsthilfegruppen gehen online – Homepages helfen, Unterstützung zu finden

Zahleiche Selbsthilfegruppen stellen sich online vor. Über eigene Homepages finden Betroffene und Angehörige schnell Anlaufstellen, Kontakte und aktuelle Termine. Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen, zu informieren und Orientierung zu bieten.

Unter „Wir und die Medien“ stellen wir Ihnen immer mal wieder Homepages von Selbsthilfegruppen vor – als Leuchtturmprojekte zum Nachahmen oder Informieren.  

Auch die Selbsthilfegruppe „Wir gemeinsam“ in Koblenz ist online. Die Selbsthilfegruppe ist für Menschen, die an Depressionen, Ängsten und Sozialphobien leiden

writing-list.jpg
Das war...
KISSMainz_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
KISSPfalz_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
wichtig
Weltkrebstag am Klinikum Ludwigshafen 

Am 4. Februar 2026 veranstaltete das Klinikum Ludwigshafen in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitscampus einen Aktionstag unter dem Motto „United by Unique – Gemeinsam einzigartig“. Die Veranstaltung richtete sich an Mitarbeitende wie onkologische Fachkräfte, Betroffene, Angehörige und Interessierte. 

Die KISS Mainz und die KISS Pfalz beteiligten sich mit einem gut besuchten Vortrag zum Thema „Selbsthilfe Rheinland-Pfalz - Starke Verbindungen“. Sumaya Bohmerich, Leiterin der Abteilung Selbsthilfe des Paritätischen Rheinland-Pfalz/Saarland, hielt den Vortrag. Zudem informierten sie an einem Stand über Selbsthilfe und führten Gespräche mit Interessierten und Netzwerkpartnern, darunter die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. 

Wie wichtig die Anwesenheit der beiden Kontaktstellen waren, betonte die Organisatorin: „Besonders die Patientinnen und Patienten gaben mir die Rückmeldung, dass ihnen nicht bewusst war, wie viele Möglichkeiten es gibt und dass diese Angebote kostenfrei in Anspruch genommen werden können, und auch für Angehörige zugänglich sind. Das wurde als äußerst wertvoll empfunden. “

Das war_Weltkrebstag_KISS Pfalz.jpg
KISSMainz_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
KISSPfalz_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
WeKISS_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
SEKIS_Logo_Farbe_RGB_RZ.png
INFORMATIV
Schulungen zur Förderung

Wie jedes Jahr boten die Kontaktstellen den Selbsthilfegruppen Schulungen zur Förderung an. Die kostenfreien Schulungen fanden an mehreren Terminen und Orten statt, teils digital. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, ihre individuellen Fragen zu stellen.

WeKISS_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
Gesund

Infostand auf der Gesundheitsmesse

Am 22. Februar 2026 war die WeKISS mit einem Infostand auf der 19. Gesundheitsmesse in Bad Marienberg vertreten. Die Besucher:innen konnten an verschiedenen Ständen aus dem Gesundheitsbereich mit den Ausstellenden ins Gespräch kommen und sich informieren. „Wir blicken zurück auf zahlreiche gute Begegnungen und anregende Gespräche“, heißt es aus der Kontaktstelle in Westerburg.  

SEKIS_Logo_Farbe_RGB_RZ.png
vernetzend
Selbsthilfe-Fachtag 2026 in Trier 

Zahlreiche Gäste folgten der Einladung der SEKIS zum Fachtag für Fachleute aus Gesundheits- und Gemeinwesen. Das Motto: „Potentiale erkennen, Kooperationen gestalten.“ Am 17. März bot die Europäische Kunstakademie in Trier Raum für Austausch, Impulse und praxisnahe Perspektiven zur Zusammenarbeit von Selbsthilfegruppen und professioneller Unterstützung. 

 

Der Präsident der Bezirksärztekammer Trier, Dr. med. Walter Gradel, eröffnete mit einem Grußwort. Es folgte Jürgen Matzat, Diplom-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut. Drei Jahrzehnte leitete er die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen in Gießen. In seinem lebendigen Vortrag „Selbsthilfe – die vierte Säule der Versorgung“ zeigte er die Historie der Selbsthilfebewegung in Deutschland auf und räumte mit Klischees und Vorurteilen von Selbsthilfegruppen auf. 

 

Anschließend sprach Andreas Schleimer, Vorstand der Selbsthilfe-Kontakt- und Informationsstelle SEKIS, über die Bedeutung der Selbsthilfekontaktstelle als Partner im Berufsalltag und zeigte, wie Kooperationen mit der SEKIS und Selbsthilfegruppen aussehen können.

 

Am Nachmittag vertieften Fachkräfte folgende Themen in Workshops. Im ersten Workshop ging es um „Potential, Rolle und Grenzen von Selbsthilfegruppen“ – Klarheit im Berufsalltag“. Dort wurde erarbeitet, was Selbsthilfe leisten kann – und was nicht. Wo sie sich von Therapie, Beratung und Pflege abgrenzt. Ein weiterer Workshop widmete sich dem Thema „Gezielt Selbsthilfe: Wann, für wen und wie?“ Fachkräfte tauschten sich darüber aus, wie sie niedrigschwellige Zugänge in die Selbsthilfe unterstützen  können. Im dritten Workshop standen die Angehörigen im Fokus: „Selbsthilfe für Angehörige als unterschätzte Ressource.“ Die Teilnehmenden setzten sich damit auseinander, wie Gruppen für Angehörige Entlastung schaffen und professionelles Handeln ergänzen können. 

 

Die Vorträge und Workshops wurden durch eindrucksvolle Graphic Recordings festgehalten, die das Wichtigste der Diskussionen und Erkenntnisse visuell zusammenfassten.

Vielen Dank fürs Lesen und bis zur nächsten Ausgabe!
Lob, Kritik, Ideen?

Wir freuen uns über Feedback und Vorschläge per E-Mail an info@selbsthilfe-rlp.de
LAGKISSRLP_LOGO_RZ_RGB_schwarz.png
Hinter der Selbsthilfe Rheinland-Pfalz stehen die vier  Selbsthilfekontaktstellen in Rheinland-Pfalz:
WeKISS_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
SEKIS_Logo_Farbe_RGB_RZ.png
KISSPfalz_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
KISSMainz_LOGO_RZ_farbig_schwarz.png
Gefördert durch die AOK
Rheinland-Pfalz/Saarland
Die Gesundheitskasse.
bottom of page